Partnerschaft mit Captrain: Industriepark Lausitz öffnet sich für externe Schienengüterverkehre
Die Standortbetreibergesellschaft BASF InfraService & Solutions Lausitz GmbH und die Captrain Deutschland-Gruppe bauen Zusammenarbeit aus / Werkseigener Bahnbetrieb des Industrieparks Lausitz transportiert künftig für den externen Partner Quarzsand zwischen Hohenbocka und Schwarzheide
Berlin/Schwarzheide, 28. Oktober 2026 – Mit Unterstützung des BASF-Verbunds erschließt die Standortbetreibergesellschaft des Industrieparks Lausitz, die BASF InfraService & Solutions Lausitz GmbH, ein neues Geschäftsfeld: Künftig erbringt die Werksbahn des Industrieparks Lausitz Eisenbahnverkehrsleistungen auch für externe Auftraggeber. Den Auftakt bildet ein Transport im Auftrag der Regiobahn Bitterfeld Berlin GmbH (RBB), einem Unternehmen der Captrain Deutschland-Gruppe, von wöchentlich 36 Wagen Quarzsand zwischen Hohenbocka und Schwarzheide.
Der Vertrag ergänzt die bestehende Logistikpartnerschaft zwischen Captrain und BASF. So führen die Unternehmen der Captrain Deutschland-Gruppe Transporte zwischen der BASF-Zentrale in Ludwigshafen und dem Captrain-Hub am RBB-Standort in Bitterfeld durch und übernehmen die Verteilung an insgesamt 18 Empfänger in Ostdeutschland und Tschechien. Mit der neuen Vereinbarung übernimmt die Werksbahn des Industrieparks jetzt auch Transporte für die RBB. Die Organisation und verkehrliche Verantwortung liegen weiterhin bei der RBB, während die Durchführung der Eisenbahnverkehrsleistungen künftig durch die Werksbahn der BASF InfraService & Solutions Lausitz GmbH erfolgt.
„Mit der Übernahme externer Güterverkehre nutzen wir bestehende Kapazitäten bei Personal und Traktion künftig noch umfassender. Als Teil der BASF-Gruppe verfügen wir über die notwendige Erfahrung, das Know-how und die betrieblichen Voraussetzungen, um Eisenbahnverkehrsleistungen auch für externe Auftraggeber zuverlässig zu erbringen. Damit erschließen wir ein neues Geschäftsfeld und stärken die Rolle des Industrieparks Lausitz als leistungsfähigen Logistikstandort. Der Quarzsandverkehr ist dabei ein erster konkreter Schritt. Perspektivisch sehen wir weitere Möglichkeiten, bestehende Strukturen für zusätzliche Schienengüterverkehre zu nutzen“, sagt Mario Naumann, Head of Supply Chain & Site Logistics der BASF InfraService & Solutions Lausitz GmbH.
„Die Vereinbarung komplettiert die Partnerschaft mit BASF und ermöglicht beiden Seiten eine optimale Aufteilung der gemeinsamen Logistikaufgaben“, sagt Tobias Zug, Geschäftsführer der Captrain-Tochter Regiobahn Bitterfeld Berlin. „Sie schafft für uns die Möglichkeit, bestehende Verkehre langfristig weiterzuentwickeln und zusätzliche Mengen auf der Schiene zu bewegen. Indem wir die Durchführung des Verkehrs zwischen Hohenbocka und Schwarzheide an die Werksbahn des Industrieparks abgeben, können wir uns noch besser auf unsere Logistikleistungen für BASF konzentrieren.“
Bildunterschrift: Gut gerüstet für externe Schienengüterverkehre im Industriepark Lausitz: (vorn: Mario Naumann, Head of Supply Chain & Site Logistics der BASF InfraService & Solutions Lausitz GmbH, Mitte: Matthias Schröter, Rail Coordinator, oben: Patrick Wähner, Lokführer)
Foto: BASF Infra Service & Solutions Lausitz GmbH/Frank Wallenhauer